Freitag, 5. Januar 2018

Drei Dinge #1/2018

Mark Forster singt und textet den neuen DuckTales-Song, 100 Leute langweilen mich in einem Haus und im NDR ist eine gute Comedyserie versteckt.

Forsters Verantwortung


Schon vor einiger Zeit habe ich bei der Ansicht des Intros des DuckTales-Reboots Gänsehaut bekommen. Während die Neuauflage in Deutschland außerhalb meiner Wahrnehmung bereits beim Pay TV-Sender Disney XD mit dem englischen Vorspann läuft, ist jetzt bekannt geworden, dass der Disney Channel für die Free TV-Ausstrahlung im Spätsommer mit einer deutschen Version plant. Interpret wird Mark Forster, der - und hier folgt das eigentliche Problem - "den Song nicht nur gesanglich neu interpretieren, sondern auch neu texten soll". Zugegeben, der alte Text ist schwachsinnig ("Sie sind geheimnisvoll, doch sie sind supertoll"; "Pluto und Goofy, alle sind bei dir", und niemals hat man Pluto oder Goofy in der Serie gesehen), aber dennoch ein unumstößliches Denkmal. Gerade diese unperfekte Herangehensweise aus den 80ern hat doch ihren Charme. Eigentlich sehe ich für Disney und Mark Forster also nur zwei sinnvolle Möglichkeiten: Lasst es bleiben oder bleibt beim alten Text. Alles andere zeigt keinen Respekt vor dem eigenen Produkt. Achtung, jetzt folgt noch eine spitze Bemerkung: Seit wann textet Mark Forster eigentlich irgendwas selbst?

F*ck die Werbung

"Get the f*ck out of my house" heißt die neue Pro Sieben-Realityshow, in der 100 Kandidaten in ein Einfamilienhaus für eine vierköpfige Familie gezogen sind. Wer zum Schluss übrigbleibt, gewinnt 100 000 Euro. Was nach einem spannenden Experiment mit viel "Konfro"-Potential klingt, wurde durch RTL-ähnliche Überinszenierung, Werbeblöcke wie bei Samstagabendshows von Joko und Klaas und eine fernsehformatige Überreglementierung zu über zwei Stunden aufgeblähter Langeweile. Auf diesem Gebiet des Reality-TV erweist sich seit Jahren jede Chance, die ich dem linearen Fernsehen gebe, als verschwendete Zeit. Leider waren die Auftaktquoten ganz gut, trotz ähnlicher Meinungen bei anderen Kritikern.

Sehnsucht nach was Besseres

Weil die zweite Staffel der NDR-Serie "Jennifer" mit diesem Untertitel diese Woche lief, habe ich mit der ersten Folge der ersten Staffel angefangen und war insbesondere in dem Moment überzeugt, in dem in einer Friseursalonszene fast jeder ein dunkles Geheimnis hatte, wegen dem er sein Wissen über die jeweils anderen Fehltritte nicht preisgeben konnte. Das war sehr amüsant und hat mir Lust auf die weiteren Folgen gemacht, zumal in der zweiten Staffel dann auch Klaas Heufer-Umlauf mitspielt. 

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